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Scheidungsfolgenvereinbarung

Die Scheidung einer Ehe verursacht neben den emotionalen Belastungen auch noch erhebliche rechtliche und nicht zuletzt auch wirtschaftliche Belastungen. So ist es grundsätzlich erforderlich, dass sich jeder Ehegatte im Verfahren einer strittigen Scheidung durch einen eigenen Rechtsanwalt vor Gericht vertreten lassen muss. Die dadurch entstehenden Kosten können erheblich sein.

Eine interessante Alternative bietet sich mit dem Abschluss einer Scheidungsfolgenvereinbarung. Hierbei handelt es sich um einen speziellen Ehevertrag, der die wichtigsten Belange der Trennung regelt. Gelingt es den Ehegatten, einen solchen Vertrag einvernehmlich zu schließen, hat dies mehrere Vorteile: Zum einen erübrigt sich weiterer Streit, denn es muss dann eben nicht erst vor Gericht um die Zuweisung bestimmter Vermögenswerte gestritten werden. Zum anderen lässt sich die Scheidung auch erheblich schneller und kostengünstiger erledigen. Denn haben sich die Ehegatten bereits über die "Folgesachen" geeinigt, können sie sich in einem vereinfachten gerichtlichen Verfahren durch einen gemeinsamen Rechtsanwalt vertreten lassen.

Die wichtigsten Punkte, die in einer Scheidungsfolgenvereinbarung geregelt werden müssen, sind:

  • Zugewinnausgleich und Vermögenszuordnung, insbesondere Verteilung des Hausrates
  • Zuweisung der Ehewohnung bzw. des gemeinsam erworbenen/bebauten Grundbesitzes nebst Zuordnung gemeinsamer Verbindlichkeiten
  • Versorgungsausgleich
  • Ehegattenunterhalt
  • Elterliches Sorgerecht und Kindesunterhalt
  • Ehegattenerbrecht

Der Notar legt bei der Gestaltung der Scheidungsfolgenvereinbarung aufgrund seiner Verpflichtung zu strikter Neutralität besonderes Augenmerk darauf, dass die Interessen beider Ehegatten angemessen berücksichtigt werden.

Weitergehende Informationen rund um das Thema Scheidung erhalten Sie auch in dem Merkblatt der Notarkammer Thüringen "Scheidung - was nun?" sowie in der Broschüre des Bundesministeriums der Justiz "Das Eherecht".